Auf Rhodos signiert Eleni Karimali das Design der Obscura Cocktail Bar

Eine Gasse mit weißen Kieselsteinen durchquert die mittelalterlichen Schutzwalle, lässt die dorischen Säulen der Akropolis hinter sich und weist einen Weg, der zu einem schmiedeeisernen, durch ein gotisches Hochrelief eingerahmten Tor führt. Hier in der Altstadt von Rhodos auf der gleichnamigen griechischen Insel, die Schauplatz einer Abfolge tausendjähriger Kulturen war, entspricht das Überschreiten der Schwelle dieses Tors einer Zeitreise, auf der man sich unerwarteterweise in einer Lounge wiederfindet, die man unschwer als modisch und zeitgemäß definieren kann. Es handelt sich hierbei um die Obscura Cocktail Bar, ein Projekt, für das Eleni Karimali, die junge, aber schon durchaus bekannte Architektin aus Rhodos, die ihren Universitätsabschluss am Polytechnikum in Turin absolvierte, verantwortlich zeichnet. Was bei den Projekten von Eleni Karimali auffällt, sind die Liebe zum Detail und das Experimentieren mit verschiedenen Materialien, ohne diese Hierarchien zu unterwerfen, um sich den Orten und jeweiligen Umständen anzupassen. Auch an einem Ort wie Rhodos, der trotz allem einen gebührenden Tribut an das mittelalterliche, die Stadt formende Erbe zahlt, kreiert sie eine neue, aktuelle Sprache, die auf einem Spiel von Gegengewichten zwischen verschiedenen Materialien und unerwarteten Kombinationen äußerst unterschiedlicher Texturen basiert. Auf der einen Seite die Geschichte, das wertvolle Erbe eine komplexen Kultur, die Faszination auslöst und uns daran erinnert, wo unsere Ursprünge liegen. Wir entdecken sie wieder im antiken Gemäuer des Hofs, den Überresten eines festungsartigen Palasts, dessen Verputz von der Zeit teilweise abgetragen wurde, wodurch die großen, nach antiken Bautechniken platzierten Travertin-Blöcke hier und dort wieder zum Vorschein kommen; aber auch in den Bodenbelägen, die aus schwarzen Steinplatten bestehen. Auf der anderen Seite die Aktualität unserer Zeit, die Dauerhaftigkeit, Komfort und ästhetische Raffinesse einfordert. Einen unzweideutigen Nachweis hierzu liefern die Shine-Oberflächen der in den Innen- und Außenbereichen verlegten großformatigen Feinsteinzeugplatten mit Bloom Marmoroptik von Del Conca – dem italienischen Unternehmen mit mehr als vierzig Jahren internationaler Erfahrung in der Produktion von Keramikbelägen –, welche wir an der Free-Standing-Bar, an den Tischen, am Verbindungstresen zwischen Innen- und Außenambiente sowie – als dekoratives und auch funktionales Element zur Tarnung des Eingangs – im Bereich unter der Treppe des Hofs, der eine Vorratskammer verbirgt, finden. Mit diesen glänzenden und reflektierenden Oberflächen wird eine Brücke zwischen der Rauheit des antiken Steins und einer Textur im absolut zeitgemäßen Stil geschlagen; hierbei wird die einfarbige Gleichmäßigkeit der ursprünglichen Oberfläche unterbrochen und in unzählige Nuancen von Weiß bis Schwarz fragmentiert. Die Keramikverkleidung kennzeichnet auf entschiedene Art und Weise auch die Innenräume, in denen mitunter die Dreidimensionalität verschwindet, um einer Wallpaper-Optik Platz zu machen; somit wird das Motiv mit den durch die Aquarell-Technik geschmeidig gestalteten Äderungen zum expressiven Element in den drei Bögen, in denen die alkoholischen Getränke aufgereiht sind, und zum theatralischen Hintergrund für die Cocktail-Kultur, die als das pulsierende Herz des Lokals bezeichnet werden kann. Schließlich stoßen wir auf den Übergang von Stein, ob authentisch oder künstlich, zu Metall in den Varianten des schwarzen Rundeisens industriellen Stils und des Kupfers, die in den Finishs von Hockern und Tresen, im Wasserhahn des Waschbeckens sowie im Schild des Lokals verarbeitet sind. Wie erkennen dies auch in den Elementen des eindrucksvollen Kronleuchters aus Glas – eine nahezu ironische Anspielung an die Atmosphären der Belle Époque und der Kultur der Unterhaltung und Ausschweifung des ausgehenden 19. Jahrhunderts –, welcher den wichtigsten Raum des Lokals dominiert. Und wieder ein zeitlicher Sprung über Jahrtausende, von einem der ältesten Materialien bis hin zu dessen Einsatz in der heutigen Zeit. So wie Geschichte und Gegenwart voneinander getrennt sind, aber in einem unauflöslichen Kontinuum zusammen existieren, sind archaische und zeitgenössische Elemente in einen Dialog verknüpft, der beiden in einem ausgesuchten, aber gleichzeitig einfachen Projekt einen entscheidenden Mehrwert verleiht, der durch einen einzigen Faktor definiert wird: die Annäherung zwischen antiken Materialien und moderner Raffinesse. Mittels der Abfolge haptischer Erfahrungen und verschiedener Lichteffekte übertragen die Ambiente der Obscura Cocktail Bar die Vergangenheit in die Gegenwart und stellen dabei den wesentlichen Aspekt, das Hier und Jetzt zu leben in den Mittelpunkt, ohne dabei den Wert unserer Geschichte zu vergessen.

 

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